{"id":107,"date":"2014-04-03T21:49:34","date_gmt":"2014-04-03T21:49:34","guid":{"rendered":"http:\/\/192.168.178.66\/wordpress\/?page_id=107"},"modified":"2014-04-03T21:49:34","modified_gmt":"2014-04-03T21:49:34","slug":"kuenstlerische-arbeit","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/lichtfaenger.org\/?page_id=107","title":{"rendered":"Work"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"text-align: center;\">Arbeitsschwerpunkt<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Verlauf meines Studiums kristallisierte sich schnell heraus, dass mein Interessenschwerpunkt im Bereich der Neuen Medien angesiedelt ist.\u00a0Innerhalb der Fotografie richtete sich lange Zeit mein Hauptaugenmerk auf das Aufsp\u00fcren und Festhalten lebensnaher Sujets, der Dokumentation realer, allt\u00e4glicher und nicht inszenierter Lebenswelten. In der Auseinandersetzung mit Alltagswelten manifestierte sich mehr und mehr ein Interesse an dem immanentesten aller Dinge in der Fotografie: <strong>Licht<\/strong>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Licht schafft Punkte der Wahrnehmung, symbolisiert Energie, spendet Eindr\u00fccke von K\u00e4lte und W\u00e4rme, es vermittelt Gef\u00fchl und vermag es verborgene Welten zum Vorschein zu bringen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">R\u00fcckblickend auf meine Arbeiten stelle ich fest, dass es vor allem die Finsternis ist, die in Form von gro\u00dfen Schwarzanteilen Einzug in meine Bilder erhalten hat. In meinen Untersuchungen des Lichts habe ich mich dessen urspr\u00fcnglichster Form &#8211; der Sonne &#8211; entzogen und in der finsteren Nacht k\u00fcnstlerische Anl\u00e4sse gesucht und gefunden.<br \/>\nDie Dunkelheit ist es, welche uns die Bedeutung des Lichts vor Augen f\u00fchrt. In umgekehrter Weise braucht das Licht die Finsternis als Referenz, um uns seine Leuchtkraft vorzuf\u00fchren und seine Magie zu entfalten. Die Dunkelheit der Nacht und die lichtfernen Orte in meinen Arbeiten entheben das Licht seiner allt\u00e4glichen Selbstverst\u00e4ndlichkeit.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Kopfkino<\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Das Bild entsteht zun\u00e4chst in Form einer vagen Vorstellung in meinem Kopf. Ansto\u00df, kann ein spezieller Ort, eine Geschichte oder Gespr\u00e4chsfetzen sein, irgendetwas, dass meine Aufmerksamkeit erregt. Gedanklich spiele ich die Szene an verschiedenen Orten und in verschiedensten Situationen immer wieder ab. Es entstehen Versionen, welche ich durch gezielte Recherchen immer weiter entwickle. Mit diesen Versionen w\u00e4chst ein Bildindex welchen ich schriftlich sowie skizzenhaft festhalte. Oft kommt erst Tage sp\u00e4ter, w\u00e4hrend einer\u00a0banalen T\u00e4tigkeit die z\u00fcndende Idee, mit der ich die Vision visualisieren kann. Vor Ort bediene ich mich der Requisiten des Bildindexes um die Szene zu arrangieren. Je nach Klarheit meines gedanklichen Bildes agiere ich nun intuitiv und spontan an Ort und Stelle, bis ich dieses ,im Kasten habe&#8216;.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><span style=\"line-height: 1.5em;\">D<\/span>etaillierte Inszenierung statt digitale Photomontage<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um dem Eindruck vorzubeugen, es handle sich bei manchen Arbeiten um digitale Photomontagen, m\u00f6chte ich mich davon distanzieren. Ich bem\u00fche mich die Fotografie als ein klassisches Handwerk zu betreiben. In meiner Arbeit mit der Kamera l\u00f6se ich mich im manuellen Umgang mit dieser von jeglichen Automatiken und nutze auch die digitale Bildbearbeitung lediglich zur \u201edigitalen Bildentwicklung\u201c meiner Rohdaten.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Es war einmal<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">In meinen neuen Bildern tauche ich in die magische, schaurig-sch\u00f6ne M\u00e4rchenwelt ein. Ein Jeder von uns tr\u00e4gt in seinem kollektiven Bildged\u00e4chtnis eine mehr oder weniger konkrete, visuelle Vorstellung der M\u00e4rchenwelt und ihren Protagonisten in sich. Erz\u00e4hlungen, Lesungen, Illustrationen oder Verfilmungen n\u00e4hren diese Phantasiekonstrukt und kreieren diese Bilder. Ankn\u00fcpfend an traditionelle Elemente dieser Geschichten bediene ich mich ihrer Symbolik und beraube sie Ihrer Klarheit. Die simplifizierten Pole &#8222;Gut&#8220; und &#8222;B\u00f6se&#8220; werden durch den Einbezug von Gegenw\u00e4rtigem aufgebrochen, ins &#8222;Hier und Jetzt&#8220; geholt und zugleich durch eine m\u00e4rchenhaft-mystische Inszenierung ins Surreale enthoben.<br \/>\nRotk\u00e4ppchen. Naiv? Gutgl\u00e4ubig? Schneewittchen muss sich nicht l\u00e4nger vor Neidern in acht nehmen. Die Sch\u00f6nheit ist ihr zu Kopf gestiegen.\u00a0Die Tierwelt &#8211; nicht l\u00e4nger auf der Hut, l\u00e4ngst auf dem Vormarsch. Das happy end &#8211; ungewiss.\u00a0Kurzum: Die M\u00e4rchenwelt wird auf den Kopf gestellt!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mein Fotografische Arbeit umfasst ein Archiv mit zur Zeit mehr als 250 000 Fotografien und w\u00e4chst stetig. Selbst ich habe noch nicht alle Arbeiten gesichtet, geschweigedenn verwertet. Meine k\u00fcnstlerische Arbeit genie\u00dft Priorit\u00e4t. Daher sehe ich die Arbeit an meiner Internetpr\u00e4senz als ein notwendiges \u00dcbel. Der unvorstellbar enorme Arbeitsaufwand der Erstellung und Pflege eines Internetauftrittes raubt der k\u00fcnstlerischen Arbeit unglaublich viel Zeit und genie\u00dft daher nur sekund\u00e4re Aufmerksamkeit. Dennoch bem\u00fche ich mich einen groben Einblick in meine k\u00fcnstlerische Arbeit zu gew\u00e4hren und diesen bei Zeiten zu aktualisieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Arbeitsschwerpunkt Im Verlauf meines Studiums kristallisierte sich schnell heraus, dass mein Interessenschwerpunkt im Bereich der Neuen Medien angesiedelt ist.\u00a0Innerhalb der Fotografie richtete sich lange Zeit mein Hauptaugenmerk auf das Aufsp\u00fcren und Festhalten lebensnaher Sujets, der Dokumentation realer, allt\u00e4glicher und nicht inszenierter Lebenswelten. 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